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- Dehnung |
DehnungWenn es zur Zeit einen Trend im Piercing gibt, dann ist das ganz sicher das Dehnen. Immer mehr Piercingfans stretchen was das Zeug, bzw. das Ohrläppchen hält. Doch wie mache ich das richtig? Selber dehnen oder zum Piercer gehen? Gibt es Risiken dabei? Man dehnt ausgewählte Piercings und bedient sich aus dem breiten Angebot von Ringen, Plugs und Tunnels verschidenster Desings und Materialien. Besonders beliebt ist es Ohrläppchen und Septum zu dehnen, da hier der fette Schmuck so richtig zur Geltung kommt. Grundsätzlich ist es aber kein Problem auch Brustwarze, Zunge oder Genitalpiercings zu vergrößern. Die körperschonende Methode ist das langsame, schrittweise Aufdehnen, welches erst begonnen werden sollte, wenn das Piercing vollkommen verheilt ist.Wer sich ein Piercing stechen lässt mit der Absicht später zu stretchen kann den Piercer bitten gleich mit einer stärkeren Nadel zu Piercen. Allerdings liegt die Entscheidung in diesem Fall natürlich beim Piercer welchen Nadeldurchmesser er für sicher hält. Überhaupt ist in der Regel beim Dehnen der Gang zurück zum Piercer angesagt! Es sollten nämlich exakt die selben hygienischen Maßnahmen (steriler Schmuck, Ersteinsatzmaterial, Handschuhe, etc…) eingehalten werden wie beim Erstpiercing, da die Haut im Stichkanal beim Dehnvorgang einreissen kann. Eine Ausnahme ist es, wenn sich das Piercing durch das Gewicht des Schmucks oder – vorallem im Genitalbereich – durch natürliche Beanspruchung von alleine so stark geweitet hat, dass der neue Schmuck problemlos eingeführt werden kann. Je dünner und weicher das Gewebe ist, desto leichter lässt es sich dehnen. Schwierig und extrem langwierig ist das Dehnen von Knorpelpiercing, da Knorpelgewebe selbst nicht durchblutet ist, sondern von der umliegenden Haut mit dem Lebenssaft versorgt wird. Beim zu raschen Dehnen, kann der zu fest sitzende große Schmuck die Blutversorgung blockieren und das Knorpelgewebe absterben. Also höchste Vorsicht! Erfahrene Piercer empfehlen, Knorpelpiercings höchstens einmal im Jahr um eine Größe zu dehnen. Allgemein sollte beim stretchen das zu dehnende Gewebe mit etwas Vaseline versehen werden. Ein Problem beim zu schnellen Dehnen ist das sogenannte „Blow-out“. Dabei wird die Haut innerhalb des Piercings nach aussen geschoben und vernarbt dort, was nicht gerade toll aussieht. Es hilft ein wenig, die nächste Größe dann von der anderen Seite einzusetzen. Wenn die Haut im Piercing trotz aller Vorsicht reisst: NICHT WEITER DEHNEN, den neuen Schmuck - wenn er schon sitzt – erstmal drin lassen und wie ein frisches Piercing pflegen. Heilt es nicht, musst du wieder eine Größe zurückgehen. Wer beabsichtigt nur vorübergehend zu dehnen und das Piercing später eventuell wieder auf eine „normale“ Größe schrumpfen lassen will, sollte nicht über ca. 8mm (manchmal auch 10mm) stretchen. Darüber hinaus leiert das Gewebe so stark aus, dass es sich nicht wieder vollständig zusammenziehen kann. Und das Loch für immer deutlich sichtbar bleibt. Je größer der Durchmesser des Piercings, umso mehr tote Haut, körpereigenes Fett, Schweiss und Staub aus der Luft sammelt sich darin. Das kann, speziell bei nicht atmungsaktiven Materialien wie Metall und Kunststoffen schnell unangenehm riechen. Wer das verhinder möchte, sollte regelmäßig Schmuck und Haut gründlich reinigen (trocknen). Wenn möglich natürliche Materialien, wie geeignete Hölzer oder Mammutelfenbein verwenden. |